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30.07.2010, Nürburgring
Manchmal kommt es anders als man denkt
Momentaufnahme im Fahrerlager
Blitzsauberes VIP-Zelt, adrett gekleidetes Team, begeisterte Gäste, so präsentiert sich RSR Racing Rennen für Rennen im Fahrerlager der VLN Langstreckenmeisterschaft. Beim 7. Lauf, dem 6 Stunden Rennen, trafen wir Teamchef Dieter Rövenich im VIP Zelt an, und nutzten die Zeit für ein kurzes Interview.

ifp: Hallo Teamchef, das sieht nicht nach Renneinsatz aus, oder?

DR: Stimmt, aber wir haben eine Sponsorverpflichtung der wir nachkommen müssen. Zu jedem Rennen haben wir Gäste, die es zu begeistern gilt.

ifp: Es fällt auf, dass euer Rennbolide nicht mehr zu sehen ist, gibt es größere Probleme?

DR: Man kann es nennen wie man will, das Problem ist die momentane wirtschaftliche Situation im Motorsport. Wir sind ein reines Privatteam und von Sponsoren abhängig und da liegt das eigentliche Problem, denn die Marketingabteilungen der Firmen und Konzerne agieren zurzeit mit geschmälerten Budgets, und genau davon sind wir mehr oder weniger abhängig.

ifp: Im Klartext, es fehlt einfach das Geld, oder?

DR: So ist es, denn das Team ist intakt, das Auto ebenfalls, und die Gäste sind begeistert, eigentlich eine perfekte Voraussetzung um Motorsport zu betreiben.

ifp: Wenn man die Szene in der Meisterschaft betrachtet, bemerkt man, dass viele Teams nicht mehr dabei sind, zum anderen viele neue, vor allem ausländische Teams auftauchen, ist das der Trend?

DR: Ich denke, wir Privatteams haben alle das gleiche Problem und so ist es logisch, dass man die Kosten irgendwann alleine nicht mehr tragen kann. Gerade deswegen ist es für uns wichtig weiter dabei zu sein, denn die Zeiten werden sich auch wieder ändern. Hierbei stimmt uns positiv, dass unsere bisherigen Sponsoren Bereitschaft für die neue Saison zeigen.

ifp: Wie läuft denn euer Rennwochenende jetzt ab?

DR: Wir bauen Donnerstagabend unser VIP Zelt auf. Freitags wird eingerichtet, eingekauft und Lagebesprechung durchgeführt. Ab mittags sind die Gäste da, kurze Begrüßung und Erklärung des Ablaufs, Führung Ring Werk und Museum, Führung Fahrerlager und Industrielager, dann das Freie Training mit Gästefahrten im Rennwagen, abends in die Pistenklause zum Essen und Ausklang. Samstags reines Rennfeeling in der Box, Boxengasse, Fahrerlager, Tribüne oder wer will vor dem Großbildschirm im VIP Zelt. Abends abbauen und Abtransport. Natürlich Catering vom Feinsten, das gehört einfach dazu.

ifp: Also keine Langeweile, volles Programm!

DR: Nicht ganz, denn wenn wir am Rennen teilnehmen, teilt sich das Team in Service und Racing. Dann kommt die Einrichtung der Box und Zeitnahmestand, sowie das Rennfahrzeug dazu. Aber wir haben ein eingespieltes Team, mit dem wir das alles meistern.

ifp: Wir sind beeindruckt und wünschen euch viel Glück für die Zukunft.
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Autor: ifp Düren
Dieter Rövenich
Dieter Rövenich